Bucerius Law School
Die Bucerius Law School ist Deutschlands erste private Hochschule für Rechtswissenschaft. Sie ist staatlich anerkannt und vom Wissenschaftsrat akkreditiert. Gegründet im Jahr 2000 von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius wird die Hochschule zu 100 Prozent aus privaten Mitteln finanziert und ist von staatlichen Zuwendungen vollkommen unabhängig. Zwei Motive standen Pate bei der Gründung: Die Bucerius Law School will den Wettbewerb zwischen den Hochschulen beleben und einen Beitrag zur Reform der deutschen Juristenausbildung, auch im internationalen Vergleich, leisten.
Die Ausbildung an der Bucerius Law School führt zum Volljuristen. In zwölf Trimestern (vier Jahre) bereiten sich die Studierenden auf die Erste Prüfung, das juristische Staatsexamen, vor. Nach zehn Trimestern wird der zusätzliche Abschluss eines Bachelors of Laws (LL.B.) verliehen. Das Studienprogramm ist schnell, international und praxisorientiert. Neben einer integrierten fachspezifischen Fremdsprachenausbildung und einem obligatorischen Auslandstrimester an einer der fast 90 Partnerhochschulen weltweit bekommen die Studierenden wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen mit auf den Weg. Teil der Ausbildung ist das integrierte Examensvorbereitungsprogramm ab dem 11. Trimester. Das ebenfalls obligatorische Studium generale lässt die Studierenden über den Tellerrand hinausschauen, es fördert Schlüsselqualifikationen und die Persönlichkeitsentwicklung. Das Studium kostet 3.300 Euro pro Trimester, also 39.600 Euro für das gesamte Studium. Wer diese Mittel nicht selbst aufbringen kann, dem stehen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Investition zahlt sich aus. Die ersten Absolventen haben das Erste Juristische Staatsexamen mit weit überdurchschnittlichen Ergebnissen bestanden, rund 80 Prozent der Absolventen der Bucerius Law School haben ein Prädikatsexamen abgelegt.
Seit Herbst 2006 bietet die Bucerius Law School zusammen mit der WHU - Otto Beisheim School of Management ein weiterbildendes, englischsprachiges Masterprogramm an, den „Master of Law an Business“ (MLB). Ziel der Ausbildung ist es, Graduierte und Berufseinsteiger mit einem ersten juristischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss gezielt auf eine Tätigkeit in einer internationalen Anwaltskanzlei oder in einem internationalen Unternehmen vorzubereiten. Der gemeinsame Masterstudiengang soll insbesondere hochqualifizierte Graduierte aus dem Ausland anziehen, die ihr Ausbildungsprofil für eine Tätigkeit in internationalen Unternehmen schärfen wollen. Die Teilnehmer des MLB-Programms belegen Kurse in internationalem Wirtschaftsrecht sowie zu mikro- und makroökonomischen Aspekten der internationalen Wirtschaft. In der zweiten Hälfte des Studiums absolvieren die Studierenden ein zweimonatiges Praktikum in einem international tätigen Unternehmen oder einer internationalen Wirtschaftskanzlei und verfassen ihre Masterarbeit. Das einjährige Programm kostet 22.000 Euro, Stipendien sind begrenzt erhältlich.
Zur Zeit sind an der Bucerius Law School 20 Professoren beschäftigt (16 Lehrstühle mit ca. 65 wissenschaftlichen Mitarbeitern und Assistenten, 2 Affiliate Professors, 1 Honorarprofessor, 1 Emeritus). An der Hochschule gibt es zwei Forschungsinstitute: Das „Institut für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen“ sowie das „Institut für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht“.