Die Jury
impACT³ Jury-Mitglieder sind:
Florian Forster
WHU Otto Beisheim School of Management
Florian Forster ist seit November 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Otto Beisheim-Stiftungslehrstuhl für Unternehmertum und Existenzgründung von Prof. Dr. Dietmar Grichnik an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Seit dieser Zeit beschäftigt er sich mit dem Thema Social Entrepreneurship. Zuvor war er für die zentraleuropäische Marktentwicklung des global-agierenden Internet-Startup FON zuständig. Florian Forster hat sein Studium der Betriebswirtschaft und Informatik an der TU München abgeschlossen. Bereits während dieser Zeit war er als Entrepreneur aktiv und ist vielfach ausgezeichnet worden. Zeitgleich war er in verschiedenen Branchen und Positionen bei Industrie- und Dienstleistungsunternehmen tätig.
Prof. Dr. Heinz Klandt
European Business School
Prof. Dr. Heinz Klandt studierte Betriebswirtschaftslehre und Sozialpsychologie an der Universität zu Köln, an der 1984, nach mehrjähriger selbstständiger Tätigkeit als Unternehmensberater und Trainer, auch die Promotion zum Dr. rer. pol. erfolgte. Im Anschluss an verschiedene Assistententätigkeiten und Gründung eines Marktforschungsunternehmens wurde er zum Professor auf Zeit für das Fachgebiet "Methoden Empirischer Wirtschafts- und Sozialforschung" an der Universität Dortmund berufen. 1997 erhielt er den Ruf an die European Business School und ist seitdem Inhaber des ersten deutschen Lehrstuhls für Entrepreneurship. Darüber hinaus ist Prof. Klandt geschäftsführender Direktor des bifego e.V. (Betriebswirtschaftliches Institut für empirische Gründungs- und Organisationsforschung e.V., Oestrich)und Ehrenpräsident des FGF Förderkreis Gründungs-Forschung e.V. Bonn.
Michael Vollmann
Ashoka Deutschland
Michael Vollmann koordiniert den deutschen Auswahlprozess bei der Suche nach neuen Ashoka Fellows. Darüberhinaus unterstützt er die bestehenden deutschen Fellowships, hält die Kontakte zu Universitäten, hilft bei der Vernetzung von Ashoka Deutschland zur digitalen Industrie und kümmert sich um das Thema Online-Marketing. Den Sommer 2009 verbrachte er im Ashoka Changemaker Program, wo er das Online-Team in Washington DC unterstützte. Seine Diplomarbeit schrieb er über das Thema "Social Entrepreneurship in Deutschland" - er absolvierte ein Studium der International Cultural and Business Studies an den Universitäten Passau und Universidade do Estado de Rio de Janeiro. Während seines Studiums und Zivildienstes in Chile erhielt er tiefe Einblicke in die internationale Entwicklungszusam-menarbeit. Michael war aktiver Pfadfinder und Jugendleiter, u.a. baute er ein Ausbildungszentrum für Jugendliche auf.
Prof. Dr. Reinhard Prügl
Zeppelin University
ist seit Oktober 2008 Junior-Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Innovation, Technologie und Entrepreneurship im Dr. Manfred Bischoff Institut für Innovationsmanagement der EADS der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Davor war er sechs Jahre an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien und ein Jahr an der Universität Innsbruck (beide Österreich) tätig, unter anderem von 2006 bis 2008 als Gründungsgeschäftsführer des Kompetenzzentrums „TU/WU Entrepreneurship Center Vienna“, einer Gemeinschaftsinitiative der TU Wien und der WU Wien. Nach der Promotion an der WU Wien (ausgezeichnet mit dem renommierten Rudolf-Sallinger-Preis), folgten zahlreiche internationale Forschungsaufenthalte, u.a. am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) auf Einladung von Prof. Eric von Hippel. Seine Forschungsinteressen liegen in folgenden Bereichen: (1) Open Innovation/User Innovation/Lead User Research, (2) Technological Competence Leveraging, (3) Search (methods), und (4) (Social) Entrepreneurship. Die Ergebnisse seiner überwiegend empirisch ausgerichteten Forschungstätigkeit werden vorzugsweise in renommierten internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht (z.B. Research Policy, Journal of Product Innovation Management, Marketing Letters, R&D Management) und der unternehmerischen Praxis im Rahmen von gemeinsamen Projekten (mit Start-ups, Forschungseinrichtungen ebenso wie mit KMU und etablierten großen Unternehmen, z.B. Siemens, Magna) zugänglich zu machen.
Markus Seidel
Gründer, Vorstandssprecher und Geschäftsführer, Off Road Kids Stiftung
Markus Seidel (42), ist Gründer, Vorstandssprecher und Geschäftsführer der Off Road Kids Stiftung. Diese Organisation hilft bundesweit jugendlichen Ausreißern und Straßenkinder bei der Suche nach neuen Perspektiven. Seit 1994 haben die Streetworker von Off Road Kids mehr als 1500 junge Menschen von der Straße geholt. Off Road Kids betreibt Streetwork-Stationen in Berlin, Hamburg, Dortmund und Köln, eine Beratungs-Hotline für Eltern von Ausreißern und zwei Kinderheime in Bad Dürrheim im Schwarzwald. Das gesamte Streetwork-System wird ausnahmslos aus Spenden und ohne staatliche Hilfe finanziert. Hauptförderer sind die Vodafone Stiftung Deutschland, die Deutsche Bahn AG, die Bausparkasse Schwäbisch Hall und die Permira Beteiligungsberatung GmbH. Neueste Initiative: Im April 2008 hat die Off Road Kids Stiftung gemeinsam mit der Steinbeis-Hochschule Berlin das „Institut für Pädagogikmanagement (IfPM)“ in Bad Dürrheim gegründet. Die Stiftung ermöglicht damit in Deutschland erstmals berufstätigen Erzieher/innen auch ohne Abitur die Teilnahme an einem berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang. Inhaltlich werden Pädagogik, Management und Kommunikation miteinander verknüpft. Markus Seidel: „Wir stehen für ergebnisorientierte Pädagogik und das ist eine anspruchsvolle Management- und Kommunikationsaufgabe.“
Seidel wurde für sein Engagement vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau persönlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Dafür, dass Seidel das Hilfswerk wie ein Unternehmen führt und die Dimension des Unternehmensgewinns mit den erreichten Perspektiven für Straßenkinder und dem daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Return gleichsetzt, wurde er 2006 vom Gründer des Weltwirtschafts-forums (WEF), Prof. Klaus Schwab, und dessen Stiftung als erster Deutscher zum „Social Entrepreneur“ gekürt und nach Davos eingeladen. Sowohl das Konzept der bundesweiten Straßensozialarbeit als auch die Gründung des Hochschulinstituts wurden in diesem Jahr von Bundespräsident Köhler mit der Aus-zeichnung "Land der Ideen" gewürdigt. Markus Seidel stammt aus dem Schwarzwaldstädtchen Donaueschingen, hat in Freiburg Sozio-logie studiert, ist von Haus aus Journalist und hat ein Werbebüro. 1994 veröffentlichte er das Buch „Straßenkinder in Deutschland“ (400 Seiten, Ullstein) und 1998 war er Herausgeber des „Dees-Verzeichnis Wirtschaftwissenschaften – Bibliographie der Prädikatsarbeiten“ (1000 Seiten, Dees-Verlag). Seit der Gründung 1993 leitet er das Hilfswerk Off Road Kids.
Dr. Mark Speich
Geschäftsführer, Vodafone Stiftung Deutschland
Mark Speich ist seit dem 1. Mai 2008 Leiter der Abteilung Corporate Responsibility und Stiftungen bei der Vodafone D2 GmbH sowie Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland. Zuvor leitete er die Planungsgruppe der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Von 1999 bis 2005 war er in verantwortlicher Position für die Herbert-Quandt-Stiftung der ALTANA AG in Bad Homburg vor der Höhe tätig,
zuletzt als Leiter des Bereichs „Gesellschaft und Politik“ sowie des Berliner Büros der Stiftung. In den Jahren 1997 und 1998 war er persönlicher Referent des Rektors der Universität Bonn. Seine berufliche Laufbahn begann im Büro für Politische Beratung des CDU-Generalsekretärs im Bonner Konrad-Adenauer-Haus. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Staatsrecht in Bonn und
Cambridge und promovierte bei dem Bonner Zeithistoriker Prof. Dr. Hans-Peter Schwarz. Mark Speich ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.
Prof. Dr. Steven Ney
Jacobs University Bremen
Steven Ney ist Professor für Social Entrepreneurship an der Jacobs University Bremen. Ausgebildet als politischer Analyst in Großbritannien, arbeitete er die letzten zwei Jahrzehnte für eine Vielzahl von Forschungsinstitutionen. Während er eine große Zahl verschiedenster Sachverhalte untersuchte und publizierte, erforschte er beständig, wie sich Institutionen verändern, lernen und an eine sich rasch wandelnde politische Umwelt anpassen. Er vermutet, dass institutionelles Lernen im Zusammengang damit steht, wie politische Akteure, insbesondere soziale Unternehmer, mit chaotischen politischen Fragestellungen umgehen. Einige der von ihm in den letzten 15 Jahren erforschten Fragen beinhalten die Umwelt, den demografischen Wandel von Wohlfahrtsstaaten, Wissenschafts- und Technologiepolitik sowie, erst jüngst, Gesundheitspolitik. Während dieser Zeit entwickelte Steven Ney zusammen mit seinen Kollegen eine interdisziplinäre Toolbox zur Lösung dieser chaotischen Zustände, welche nicht nur innovative Ansätze für das Management öffentlicher Interessen vorsieht, sondern auch verstärkt die Interessen des Privatsektors hinsichtlich solcher Probleme befriedigt.
Prof. Dr. Birgit Weitemeyer
Bucerius Law School
Prof. Dr. Birgit Weitemeyer habilitierte sich 2003 mit einer Arbeit über „Die Körperschaftsbesteuerung der öffentlichen Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung ihrer verdeckten Gewinnausschüttungen“ und erhielt die Venia Legendi für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Steuerrecht. Von 2004 bis 2007 vertrat sie den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Ausländisches und Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Technischen Universität Dresden. Sie ist Fachgehilfin in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen, Herausgeberin der Neuen Zeitschrift für Miet- und Wohnungsrecht und Mitglied u.a. in der Zivilrechtslehrervereinigung, der Deutschen Steuerjuristischen Vereinigung, der Gesellschaftsrechtlichen Vereinigung, des Deutschen Mietgerichtstags und des Deutschen Juristinnenbundes. Sie ist seit 1. April 2007 Inhaberin des Lehrstuhls für Steuerrecht und Direktorin des Instituts für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen.
Saskia Bruysten
Leiterin Grameen Creative Lab
Saskia Bruysten ist Leiterin des Grameen Creative Lab (GCL). Sie arbeitet seit Ende 2008 für das GCL und baute die Organisation zusammen mit Prof. Yunus und Hans Reitz auf. Das GCL zielt auf eine Beschleunigung der Idee des sozialen Unternehmertums als Vehikel zur Beendigung von Armut bis 2030. Zuvor arbeitete sie für die Boston Consulting Group in München und New York. Sie absolvierte ein MBA-Studium an der European Business School (1. Klasse) in Oestrich-Winkel und schloss Ihr Studium zum Master of Science in International Relations an der London School of Economics mit Auszeichnung ab. Saskia Bruysten besitzt die deutsche und kanadische Staatsbürgerschaft, studierte in Argentinien, den USA sowie Großbritannien und engagierte sich lange Zeit in sozialen Initiativen.